Trockenfutter - eine Ernährungsform spaltet die Hundefreundegemeinde

24. Februar 2016 | Tierärztin Hanna Stephan

Heutzutage gibt es kulinarisch beinahe alles, was sich der Hundegourmet und Vierbeiner von Welt nur wünschen kann: ein feines Hundefutter für den Mini-Hund, saftige Festhappen für besondere Tage oder ein Snack aus Superfoods- für jeden Hunde-Geschmack ist etwas dabei und eins somit ganz sicher ausgeschlossen: Langeweile im Fressnapf. Für das Ziel, seinen Hund gesund, artgerecht und ausgewogen zu ernähren, scheuen Hundefreunden keine Mühe - und das völlig zu Recht. Denn wie bei uns gilt auch für den Hund: Du bist, was Du isst! Die Frage einer gesunden Ernährung ist jedoch nicht nur, was auf der Zutatenliste steht, sondern auch ob das feine Fressen trocken oder nass zubereitet ist. An dieser Entscheidung gehen die Meinungen hart auseinander. Die Trockenfutter Verfechter gegen die Dosen-Menü Liebhaber und BARF Spezialisten und mittendrinnen die Hundefreunde, die am liebsten Trockenfutter und Nassfutter kombinieren, um auch wirklich alles richtig zu machen. Somit ist die Entscheidung der Ernährungsform für Hunde nicht pauschal zu beantworten und lässt sich am besten so formulieren: je nach Hund, Qualität und Art des Trockenfutters, kann eine trockene Fütterung Sinn machen und zudem sogar richtig gesund sein!
Trockenfutter- eine Frage der Technik

Verfolgen wir die Entwicklung der Futtermittelindustrie bis zum heutigen Stand, kann jeder schnell erkennen, dass auf dem Weg zu den bunten Hunde-Menüs jedoch nicht immer zuerst an den Hund gedacht wurde, sondern häufig auch die fortschreitende Technik einen großen Einfluss auf die Hundefutterrezepturen nahmen.

Die moderne Produktion von Trockenfutter begann 1957 und hielt während der 60er an. Die ersten kommerziellen trockenen Hundefutter wurden durch Backen produziert, was eine sehr gute Rezeptur mit einem hohen Fleischanteil für den Hund möglich machte. Abgelöst wurde das Backen durch das sogenannte Extrusions- oder Fließpressverfahren, wozu eine Masse mit hohem Getreidegehalt notwendig ist, damit das Produkt seine Form und Festigkeit beibehält. Der Mindestgehalt von Getreide oder Stärke in der Ausgangsrezeptur für das Extrudat ist aus diesem Grund oftmals mehr als 40%, was der artgerechten Nahrung für den Hund im Grundsatz wiederspricht. Der Hund als Fleisch- und Allesfresser ist weder von seiner Anatomie noch von seinem Stoffwechsel auf die Verwertung von derart hohen Stärkemengen ausgerichtet. Durch die Einführung des Extruders und seine einfache Handhabung wurde jedoch beständig mehr Trockenfutter mit einem hohen Gehalt an Weizen oder Ähnlichem (Reis-,und Maismehl, Gerste etc.) hergestellt und der Futtermittelmarkt bewegte sich somit immer weiter weg von einer Hundefutter mit einem hohen Gehalt an Frischfleisch und dem evolutionärem Ernährungsprinzip einer artgerechten und gesunden Ernährung des Hundes.

 

Canireo- ein gebackenes Trockenfutter mit ausschließlich frischem Fleisch

Die heutigen modernen Trockenfutter auf dem Markt greifen häufig als Basis auf Fleischmehle, Getreide oder andere minderwertige Proteinquellen zurück. Da die Angabe des Proteingehalts ein rein quantitativer Wert ist, trifft dies keine Aussage über die Qualität des Proteins. Eine hohe Proteinangabe muss deswegen nicht immer für ein hochwertiges Futter stehen, da auch Getreide oder Mehle Protein liefern können. Der Hund zieht den größten Teil seiner benötigten Energie aus dem- bevorzugt tierischem- Protein seiner Nahrung, so dass er bei Unterschreitung der Empfehlungs-Werte nicht ausreichend versorgt wäre.

Die Qualität des in der Nahrung enthaltenen Proteins lässt sich jedoch zuverlässig am Hund selber erkennen: glänzendes Fell, feste Krallen und eine gute Verdauung sind immer das sicherste Indiz für eine hochwertige Ernährung.

Um einen Getreideeinsatz unnötig zu machen wurde für das Trockenfutter Canireo die „altmodische“ und ursprüngliche Herstellermethode des Backens ausgewählt. Die Rezeptur wird wie ein Kuchenteig miteinander vermischt, zu Drops geformt und schonend kross gebacken, was eine tolle Röstnote gibt und durch die niedrige Temperatur die Erhaltung von Vitaminen und Nährstoffen garantiert.

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Die ganz besondere Rezeptur

Für die Canireo Rezeptur gilt, wie für alle Terra Canis Menüs, die Nachahmung des evolutionär entstandenen Ernährungsprinzips, das sich am Wolf als Urahne des Hundes orientiert. Für eine ausgewogene Mahlzeit nehmen Wölfe in der Natur pflanzliche Bestandteile wie Beeren, Kräuter, Gräser, Wurzeln und Früchte zu sich. Die Aufnahme dieser natürlichen Ballaststoffe ist für den Hund ebenso wichtig, um seine Verdauung gesund zu halten und mit allen Nähr- und Mineralstoffen ausreichend versorgt zu sein.

Das frische Fleisch von Canireo wird hierfür mit feinem Obst, Gemüse und Kräutern in Lebensmittelqualität ergänzt. Leckere Komponenten wie Kürbis, Zucchini, Karotten, Spinat, Äpfel, Aroniabeeren, Sellerie, Kartoffeln, Rote Beete, Aprikose, Petersilienwurzel und Pastinake werden sorgsam getrocknet und dann sehr fein zerkleinert, bevor sie mit dem Fleisch vermengt werden. So kann der Organismus des Hundes die zahlreichen Vitamine und Mineralstoffe optimal aufnehmen und verstoffwechseln.

Anstelle von künstlichen Zusätzen sorgen die natürlichen Rohstoffe dafür, dass alle Nährstoffgruppen im Endprodukt ausgewogen und im richtigen Maß enthalten sind.

Aromatische Bierhefe liefert die wichtigen B-Vitamine, frische Leber ausreichend Vitamin A, Bio-Eierschale das notwendige Calcium und Seealge sowie Mineralerde viele weitere wichtige Vitamine und Mineralstoffe.

Superfood Kokosmehl

Unter allen guten Zutaten der Canireo Rezeptur befindet sich auch das neue „Superfood“ Kokosmehl, was eine wahre Wunderwaffe und reine Wohltat für den Darm ist. Reich an Ballaststoffen, frei von Gluten und Cholesterin und dabei fettarm verbindet es alle guten Eigenschaften eines gesunden Rohstoffes, der selbst von Hunden, die unter Allergien leiden, ideal vertragen wird. Das sehr schmackhafte Kokosmehl ist zudem hochverdaulich und wirkt sich positiv auf den Blutzuckerspiegel aus. Zusätzlich liefert es gesunde Fettsäuren, welche die Aufnahme von Mineralstoffen, sowie fettlöslichen Vitaminen aus der Nahrung fördern und den Stoffwechsel anregen. Als Lieferant essentieller Aminosäuren stellt das tolle Superfood eine gesunde Eiweißquelle für den Hund dar. Nach einem schonenden Backen bei 150 Grad sind – trotz eines gewissen Verlustes durch die Erhitzung – im fertigen Endprodukt noch alle Nährstoffe ausreichend vorhanden. Das fertige Produkt wird im Labor auf seinen Nährstoffgehalt analysiert diese veterinärmedizinisch überprüft.

 

Die frisch erlegte Beute – Quelle für viel Feuchtigkeit

Ein wichtiger Aspekt für eine gesunde Ernährung ist die ausreichende Versorgung des Organismus mit Feuchtigkeit. Der Wolf nimmt durch den Verzehr der erlegten Beute indirekt eine große Menge Wasser zu sich. Rohes Fleisch, Innereien, Gräser, Beeren und Fallobst bestehen zu ca. 70 %–80 % aus Feuchtigkeit. Hierdurch deckt der Wolf einen großen Teil der benötigten Feuchtigkeit ab. Nassfutter weist einen vergleichbaren Anteil an Feuchtigkeit auf und kommt damit der natürlichen, evolutionären Ernährung am nächsten. Sollte Trockenfutter verfüttert werden, empfiehlt es sich, dieses vorher in Wasser einzuweichen, da es nur maximal 10% natürliche Feuchte enthält. In jedem Fall ist immer ausreichend frisches Trinkwasser zur Verfügung zu stellen.

Zähne putzen mit Trockenfutter?

Viele Verfechter der Trockenfutter-Fütterung erklären ihre Entscheidung mit dem reinigenden Effekt der Zähne beim Fressen der Pellets- diese Begründung ist allerdings falsch, da Trockenfutter keinesfalls die Zähne putzt. Dies liegt an Fressverhalten und an der Anatomie des Hundegebisses, welches sich deutlich von dem eines Pflanzenfressers unterscheidet. Das Gebiss eines Hundes wird durch markante Fangzähne geprägt und besitzt Backenzähne, die lediglich eine sehr schmale Kaufläche aufweisen. Dadurch ist es dafür ausgelegt die Nahrung aufzunehmen, Fleischstücke grob zu zerteilen und diese dann schnell weiter in die Speiseröhre zu schieben. Großflächige Mahlzähne wie sie der Pflanzenfresser besitzt, um die Nahrung gründlich zu zermahlen, fehlen. Das Schlingen des Hundes ist somit von der Natur gewollt und keine schlechte Angewohnheit. Dies verdeutlicht jedoch auch, warum Trockenfutter keinen reinigenden Effekt auf die Zähne haben kann, da auch dieses nur geschlungen wird und höchsten 2-3 mal auf die Pellets gebissen wird. Entstehende Krümel in Verbindung mit dem Speichel können sich sogar besser in den Furchen der Backenzähne des Hundes absetzen, als es bei Nassfutter der Fall ist. Trockenfutter hat demnach nichts mit einer Reinigung der Hundezähne zu tun und ist kein Argument für die Futterwahl.

Zur natürlichen Zahnreinigung empfiehlt sich deshalb die gelegentliche Fütterung von harten Knochen, um die bakterienreichen Belege durch die Kauaktivität abzuschaben. Zudem wird die Durchblutung des Zahnfleisches gefördert, was die Festigkeit und den Gesundheitszustand des Zahnfleisches stabilisiert. Ein weiterer positiver Effekt ist die Stärkung der Kaumuskulatur des Hundes. Natürliche Kauartikel sind somit nicht nur ein toller Zeitvertreib für den Vierbeiner, sondern tun auch noch viel Gutes für gesunde Zähne und ein festes Zahnfleisch.